Mystische Bildwirkung durch Lightpainting

Lightpainting

Ein sehr beliebter Trend bei der Fotografie ist das Lightpainting. Unter Lightpainting versteht man das Malen von Bildern mit Licht. Dabei verwendet man eine Kamera mit langer Belichtungszeit und malt zum Beispiel mit einer Taschenlampe seine Bilder.
Es gibt viele Möglichkeiten des Lightpaintings. Eine Möglichkeit ist das Nachmalen/Nachleuchten der Umrisse von Gegenständen oder auch Personen. Eine andere ist das Hinzufügen von Wesen (oft Feen und Fabelwesen), um dem Bild eine magische Wirkung zu verleihen. Aber die Lichtgestalten können auch ganz im Vordergrund stehen und so sieht man hin und wieder mal beeindruckende Bilder, die Fabelwesen, Menschen und Tiere bis ins  Detail und plastisch gezeichnet zeigen.

Katzenmensch mit Lichtspuren

Lightpainting Art (weiß)

Hab ich euch neugierig gemacht ,wie man solche Bilder erstellt? Dann hier eine kleine Anleitung:

Benötigt wird:
- Kamera mit manuell einstellbarer Belichtungszeit
- Stativ (oder gute Ablage)
- Lichtkörper (Taschenlampe, Handydisplays…)
- eine dunkle Lichtsituation
- Geduld

Das wichtigste ist die Kamera. Bei ihrer Wahl sollte man darauf achten, dass sie die Möglichkeit bietet, die Belichtungszeit manuell einzustellen. Dabei gilt: umso längere Belichtungszeiten, umso besser – die maximalen 30 Sekunden von gängigen DSLR Kameras sind manchmal etwas gering.
Wenn wir scharfe Lichtlinien haben wollen, ist ein Stativ auch sehr praktisch oder zumindestens eine trockene gerade Ablage (Tisch), auf der wir die Kamera ohne Angst ablegen können.
Damit wir nun auch unsere Gestalten in das Bild malen können, brauchen wir noch mindestens einen Leuchtgegenstand. Dabei ist zu beachten, dass LED Taschenlampen sehr konzentriert leuchten, wodurch wir besonders dünne und genaue Linien bekommen. Andere Taschenlampen oder sogar Bildschirme von Handys oder anderen kleinen Geräten zeichnen viel weichere und meist auch breitere Linien. Vorteilhaft ist es natürlich, mehrer Farben mit einzupacken.

Haben wir dies alles organisiert, können wir auch schon loslegen und uns eine geeignete Location in der Dunkelheit suchen. Sobald diese gefunden ist, bauen wir unser Stativ auf und befestigen die Kamera.
Die Kamera-Einstellungen sollten wie folgt lauten:
Modus: Manuell
Verschlusszeit: 10+
ISO: 50 – 400 (bei geringer Dunkelheit möglichst gering einstellen)
Blende: Die Blende wird meistens recht hoch liegen, also stark geschlossen. Eine weit geschlossene Blende lässt weniger Licht durch, wodurch die Umgebung noch weiter abgedunkelt wird. Es ist aber auch zu beachten, dass die Qualtät des Bildes mit sehr hoher Blende (16+) abnimmt.

Um die genauen Einstellungen zu finden, sollte man sich als erstes überlegen, wie lange man braucht, um mit dem Malen fertig zu werden. Die Verschlusszeit stellt man daraufhin auf die benötigte Zeit ein. Dann legt man die Taschenlampe in das Bild und macht ein Testfoto. Auf diesem Testbild sollte jetzt möglichst wenig Umgebung zu sehen sein und der Lichtpunkt gut zu sehen sein. Wenn zu viel Umgebung zu sehen ist, kann man die Blende weiter schließen, also die Zahl erhöhen und den ISO-Wert verringern.

Sobald die richigen Einstellungen gefunden sind, können wir beginnen. Ab jetzt kann ich nicht mehr viel helfen. Jetzt geht es um viel Ausprobieren und vor allem Geduld. Selbst mit Übung braucht man oft mehrere Anläufe um ein einigermaßen gutest Bild hinzubekommen. Ganz wichtig ist, dass ihr nicht aufgebt und eurer Kreativität freien Lauf lasst.

Mystische Bildwirkung durch Lightpainting

Die Kunst mit Licht zu gestalten!

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